EINLEITUNG
Alexander von Humboldt (1769-1859), der Begründer der modernen Geographie, traf vor 200 Jahren, im Jahre 1799, mit seinem Freund, dem Botaniker Aimé Bonpland, in Venezuela ein. Das große Ergebnis ihrer fünfjährigen Expedition war - unter anderem - eine gewaltige, 60 000 Exemplare umfassende Pflanzensammlung, deren Wert noch dadurch gehoben wurde, daß etwa 3000 Arten der damaligen Wissenschaft unbekannt waren.
Zwischen 1805 und 1834 brachte Alexander von Humboldt die Ergebnisse seiner Reise in 30 Bänden zu Papier. Bei dieser Arbeit wurde er von zahlreichen Mitarbeitern unterstützt. Das Verdienst von Carl Sigismund Kunth ist die lateinische Registrierung der Pflanzen und die Anfertigung der Zeichnungen. Die Selbstlosigkeit des Wissenschaftlers Alexander von Humboldt zeigte sich auch darin, daß er die Herausgabe seines großen Werkes mit seinem eigenen Vermögen finanzierte.
Der Humboldt Verein Ungarn schließt sich den Feierlichkeiten der Bonner Stiftung zur Ehrung des großen Wissenschaftlers und Menschen Alexander von Humboldt damit an, daß in Nr. 15 der "Humboldt Nachrichten" der 1912 im Band "Nagy tudósok" (Große Wissenschaftler) erschienene Beitrag des bekannten ungarischen Geographen Jenõ Cholnoky über Alexander von Humboldt erstmals in deutscher Sprache erscheint.
Über Leben und Werk von Jenõ Cholnoky wird aufgrund des "Magyar Tudóslexikon" (Ungarisches Wissenschaftler-Lexikon) von Ferenc Nagy (erschienen 1997) berichtet. An dieser Stelle sei dem unermüdlichen Redakteur dieses Buches Dank gesagt, daß er seine Einwilligung zu dieser Veröffentlichung gab.
Die Studie von Jenõ Cholnoky wird durch Illustrationen von aus der Expedition stammenden Pflanzen ergänzt. Dank gebührt Herrn Dr. Dietrich Papenfuß, stellvertretender Generalsekretär der Bonner Alexander von Humboldt-Stiftung sowie an Frau Ulrike Lakemeier, Redakteurin der "Mitteilungen" der Stiftung, die uns diese Zeichnungen zur Verfügung stellten.
Gewidmet sei die Schrift allen Humboldtianern und Verehrern Alexander von Humboldts.
Der Redakteur