KURZE NACHRICHTEN

Die Bonner Alexander von Humboldt-Stiftung feierte am 10. Dezember 1998 den 45. Jahrestag ihrer erneuten Gründung. Seit 1953 erhielten mehr als 19000 Wissenschaftler ein Humboldt-stipendium oder einen Humboldt-Preis. Mit der Institution des "Nachkontakts" hält die Bonner Stiftung in einmaliger Weise den Kontakt zu früheren Stipendiaten aufrecht und ist stolz auf deren weiteren erfolgreichen wissenschaftlichen Werdegang. Um die Worte von Prof. Dr. Raimar Lüst, Vorsitzender der Stiftung, zu zitieren: "Außenminister und Verfassungsrichter in den Reformstaaten Osteuropas, der Bildungsminister Japans und führende Juristen Südafrikas - sie alle sind Humboldtianer."

 

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. László Csaba (45) wurde für die Zeit 1999-2000 zum Präsidenten der Europäischen Gesellschaft für den Vergleich von Wirtschaftssystemen (EACES) gewählt. Die Gesellschaft wurde 1989 in Deutschland gegründet. Ihre 400 Mitglieder untersuchen die Wirtschaftstheorie von der Seite ihrer Anwendungsmöglichkeiten. László Csaba war 1988/89 Humboldt-Stipendiat in München.

 

Der Mathematiker Prof. Dr. László Lovász (50), Professor an den Universitäten "Eötvös Loránd" und Yale, bekam den als Nobel-Preis für Mathematik angesehenen Wolf-Preis verliehen. Mit dem Wolf-Preis zeichnet die in Jerusalem ansäßige Wolf-Stiftung seit 1978 jährlich in der Chemie, der Physik, der Mathematik, den medizinischen Wissenschaften und den Agrarwissenschaften hervorragende Leistungen erzielende Wissenschaftler aus. László Lovász wurde für seine Forschungen auf den Gebieten der Kombinatorik und der Rechentechnik ausgezeichnet. Er war 1984 Humboldt-Stipendiat in Bonn.

 

Der Jurist Prof. Dr. László Sólyom (57), ehemaliger Präsident der Verfassungsgerichtes der Republik Ungarn, wurde am 6. Februar 1999 mit dem Ehrendoktortitel der Universität Köln geehrt. László Sólyom wird mit Beginn des Sommersemesters an der Universität Köln ein Jahr lang vergleichendes Verfassungsrecht lehren. Der Ehrendoktortitel wurde ihm für seine theoretische und praktische Tätigkeit in der Verfassungsgerichtsbarkeit verliehen. (s. Nr. 13 und Nr. 14. der Humboldt Nachrichten)

 

Der Germanist Dr. Ádám Arató (90), ältestes Mitglied - Doyen - des Humboldt Vereins Ungarn wurde vom Kultusminister aus Anlaß seines 90. Geburtstages mit der Auszeichnung "Goldenes Kathedra" geehrt. Ádám Arató war 1933 in Marburg Humboldt-Stipendiat.

 

Der Leiter des Lehrstuhls für Österreichische Literatur und Kultur an der Szegeder Universität "József Attila", Prof. Dr. Károly Csúri (53), wurde vom Kultusminister zum Direktor des Wiener Collegium Hungaricum ernannt. Károly Csúri war zwischen 1991 und 1993 Humboldt-Stipendiat in Gießen.

 

Prof. Dr. Árpád Bernáth (58), Leiter des Instituts für Germanistik und des Lehrstuhls für Deutsche Literaturwissenschaft an der Szegeder Universität "József Attila", koordiniert die ungarischen Vorbereitungen zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Zu diesem Zweck wurde er Geschäftsführender Direktor der Frankfurt ‘99 GmbH. Er war Humboldt-Stipendiat in Siegen-Konstanz (1982-83).